Fidele Vereinsleben

5. März 2011 Karnevalssamstag

 

Hück, jitt et vill zoh schrieve!

Nun unsere erste „Gute Tat“ am heutigen Tage war kein Auftritt, sondern eine Pflicht unser „Iesmann“ Willy Kröckel hatte für seinen Karnevalsumzug als Badorfer Prinz ein Abkommen mit Petrus ausgehandelt. Pünktlich zu Beginn des Umzuges „Jing et Sönnche opp!“
„Herz, was willst du mehr!“  So kam es, dass eine große Abordnung der Falkenjager sich um 14.00 Uhr am Badorfer Sportplatz einfand, um den Zug zu verfolgen und Willy mit seinem Gefolge die närrische Aufwartung zu machen. Da bleibt nur eins noch zu erwähnen „Willy, häßte doll jemaaht als Prinz!“ Im nächsten Jahr, ist jedoch deine "schöne" Zeit der Nichtanwesenheit vorbei, dann stehst du wieder mit in der Reihe.

Nach einer kleinen Stärkung auf dem Rückweg zum Sudturm, stand dann unser erster Auftritt des Tages in Herne an. Herne????, ja richtig gehört. Unsere Auftritte haben sich immer mehr auf weiter entferntere Ziele ausgedehnt. Dies zeigt, dass wir in der Lage sind, das rheinische Brauchtum als „Entwicklungsarbeit“ zu verstehen und weiter zu tragen. Und dies gelang uns wirklich an diesem Abend. Mit ca. 110 Falkenjägern ging es los. Damit keine Langeweile auf kam, hatte sich einige etwas verrücktes einfallen lassen. Unser Begleit-Offizier des Tanzpaares "Schmuljrosche"  Roland Germund wurde an diesem Abend besonders geehrt. Er hat es verstanden, das Tanzpaar während der Auftritte von allem, was stören könnte, abzuschotten. Er hat sich vorbildlich um das Wohlergehen der beiden gekümmert. Dafür wurde ihm die Funktionsschnur überreicht. Roland nimmt seine Aufgabe so ernst, dass er für unsere Marie Marianne Fengler (et "Butzelche") sogar vor der Damentoilette Wache hält.


Auf der Hinfahrt wurde unser neuer Corpskamerad
Uwe Schmitz "Knöppelche" während der Fahrt im Bus vereidigt. Dies kam für ihn so überraschend, dass er die Vereidigungsformel noch nicht auswendig gelernt hatte. Sie wurde ihm vorgesagt werden. Unsere Bierkasse hat sich über seinen Obulus gefreut.
Aber der eigentliche Star dieser Vereidigung war der anschließende Neu- Falkenjäger. Seit geraumer Zeit fährt Junior „Luka Reusch“, Sohn von „Duckes“ Michael Reusch, mit zu dem einen oder anderen Auftritt. In voller Montur und „Met Hätz un Siehl“ ist er dabei. Somit war es die logischen Konsequenz ihn formell in unsere Reihen aufzunehmen. Perfekt ohne einen einzigen Hänger in der Vereidigungsformel bestätigte er seine Verbundenheit zum Corps („Dä Knirps es grad mohl eene Meter 10 Huuh!“).
Somit hatten wir das zweite neue Corpsmitglied in den Reihen, welcher künftig seinen Corpsnamen
„Fröschelche“ tragen wird. Luka und Uwe herzlich willkommen bei den Falkenjägern.

So, Auftritt im Herner Kulturzentrum. Große Prunk- und Kostümsitzung der 1. Herner KG. „Oppmarschiert, Musik jespillt, jedanz, jesunge un widder affmarschiert!“ weiteres ist zu diesem Auftritt nichts zu sagen. Der Sitzungspräsidenten sah uns als „Botschafter des traditionellen rheinischen Brauchtums!“, für die es immer einen Platz auf der Bühne gebe. „Junge, Junge, dat jeiht eraf wie Öl!“

Zurück in heimatlichen Gefilden traten wir bei den Zuckerknöllchen im Brauhaus auf. Roland bekam auf der Rückfahrt seine neue Fangschnur überreicht. „Duckes“ und „Hubbel“ ließen die vergangenen 4 Monate Revue passieren und bedankten sich bei allen, die zum Gelingen unseres Erscheinungsbildes beigetragen haben.

Besonders hervorgehoben wurden:
„Spillmann“ für die Musik, "Lampeschwadem" für die Verpflegung, "Butzelche" und „Moppemännche" für ihre perfekten Tänze. Auch Walter unserem Busfahrer galt ein Lob. Hatte er uns doch immer pünktlich und sicher zu unseren Auftritten chauffiert.
Auch unser „Duckes“ hat sich bestens in seine neue Rolle als Kommandant eingelebt. Er hat uns mit Geschick und stets guter Moderation durch die Session geleitet. Leeven „Duckes“ , Dankeschön!

„So, jenooch der Lobhuddelei!“ In Brühl angekommen, ging es ohne Verzögerung mit dem Brühler Dreigestirn, den Begleitungen, dem Gefolge und den „Ölligspiefe“ auf die Bühne. Dass dies unser letzter offizieller Auftritt in der Session war, wurde jedem erst bewusst, als wir wieder von der Bühne abmarschierten. Dem einen oder anderen wurde es sicher auch ein wenig warm ums Herz. 

„Ich, hann mir jetz och die Finger eh besje wundjeschrivve und saare bis zum nächste Blog, Tschüss!“